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Geschichte, Topographie und archäologischer Befund im KZ-Außenlager Lichterfelde

13.07.2005, 19.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Museum für Vor- und Frühgeschichte, Berlin  


Referent: Klaus Leutner (Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde)


Geschichtsbilder und Toleranz - Der Beitrag der dezentralen und zentralen Erinnerungsorte zur Geschichtskultur

14.03.2005, 20.00 Uhr
Gespräch/Diskussion
Rathaus Schöneberg, Berlin  


Mitwirkende: Dieter Hapel; Stellv. Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Schule, Bildung und Kultur (Begrüßung), Prof. Dr. Benz, Institut für Antisemitismusforschung, Eckhardt Barthel, MdB, Kulturpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Monika Grütters, MdA, Kulturpolitische Sprecherin der CDU-Abgeordnetenhausfraktion, Alice Ströver, MdA, Kulturpolitische Sprecherin der Abgeordnetenhausfraktion - Bündnis90/die Grünen, Rainer Klemke, Referent für Gedenkstätten bei der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Katharina Kaiser, Kunstamt Tempelhof-Schöneberg, Projektleiterin der Ausstellung: "Wir waren Nachbarn", Ulrich Schürmann, Moderation.

Im Raum 195



Goebbels - von Oliver Reese

29.05.2005
Theater/Kabarett/Tanz/Modenschau
Deutsches Theater und Kammerspiele, Berlin  


Premiere und Uraufführung

"Gestern den ganzen Tag in Elberfeld herum gelaufen. Zimmersuche. Keinen Menschen angetroffen...Ich denke über das Geldproblem nach. Verzweifelte Gedichte. Geistige Klärung. Bayern. Hitler. Else und ich. Reibereien...Revolution in mir. Pessimismus gegen alles...Ich muss heraus. Gewissensbisse...Die Inflation. Tolle Zeiten...Ja, das Chaos muss kommen, wenn es besser werden soll."

So geht es weiter, tausende Seiten lang. Es wurde nicht besser. Es nahm die schlimmstmögliche Wendung. Seit 1924 schrieb der spätere NS-Propagandaminister Joseph Goebbels bis zu seinem Selbstmord im Führerbunker Tagebuch. Einen "pathologischen Aufschneider" nennt er sich schon auf den ersten Seiten, sieht sich, anfangs noch selbstkritisch gestimmt, in der Gefahr, ein Demagoge schlimmster Sorte" zu werden.

Ein Theaterabend über die Entwicklung einer der gefährlichsten demagogischen Figuren der deutschen Geschichte. Oliver Reese ist Chefdramaturg des Deutschen Theaters und Autor zahlreicher Dramatisierungen. Seine ebenfalls nach biographischen Texten entstandenen Stücke "Bartsch, Kindermörder" und "Emmy Göring an der Seite ihres Mannes" wurden an über 40 Theatern im In- und Ausland aufgeführt.

Bild: NS-Propagandaminister Joseph Goebbels



Grenzerfahrungen IV - Flucht und Transit

13.08.2005, 14.00 Uhr
Stadtführung
ADFC, Berlin  


Ablauf und Programm:

Von der Brunnenstr. Fahrt zum Nordbahnhof. Von dort mit der S 2 um 14.25 Uhr nach Marienfelde. Ankunft in Marienfelde um 14.58 Uhr. Danach Fahrt zu der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde. Ankunft dort 15.05 Uhr. Eine Führung wird zum ermäßigten Entgelt von € 1,50 angeboten. Ansonsten individuelle Besichtigung der Ausstellung zur Flucht im geteilten Deutschland, die erst am 14.04.05 von Staatsministerin Dr. Weiss und von Kultursenator Dr. Flierl eröffnet wurde. Spätestens um 16 Uhr Weiterfahrt mit dem Fahrrad Richtung Süden entlang der Marienfelder Allee zum ehemaligen Grenzverlauf. Von dort auf dem Kolonnenweg entlang der ehemaligen Grenze bis Albrechts Teerofen, Kohlhasenbrück und Steinstücken. Endpunkt ist an der S-Bahnstation Griebnitzsee (ca. 19.30/20.00 Uhr).

Führerin dieser Fahrradtour ist die Architektin Claudia Knappert. Sie ist freischaffende Architektin und Stadtführerin. Ihre Schwerpunkte bei solchen Führungen sind die Mauer und die Teilung der Stadt, deren politische Hintergründe, die Geschichte Berlins und die neue Architektur. Sie schrieb ihre Diplomarbeit zum Thema "Berlin - Szenarien für den Grenzstreifen".

Die Kosten der Führung betragen für ADFC-Mitglieder 8 €, sonstige Mitfahrer 12 €, Sozialtarif 10 €. Anmeldung erbeten beim ADFC, Tel. 030.448 47 24, Fax 030.44 34 05 20. Informationen zu weiteren Touren des ADFC erhalten Sie unter www.adfc-berlin.de.



Hans-Ulrich von Oertzen. Offizier und Widerstandskämpfer

14.07.2005, 19.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin  


Vortrag und Buchvorstellung - Veranstaltung anlässlich des 61. Jahrestags des 20. Juli 1944

Lars-Broder Keil: Hans-Ulrich von Oertzen. Offizier und Widerstandskämpfer
Ein Lebensbild in Briefen und Erinnerungen, Berlin 2005



Hier geblieben - Gastspiel des Grips-Theaters

09.11.2005, 18.00 Uhr
Theater/Kabarett/Tanz/Modenschau
Museum Neukölln, Berlin  


Theaterstück für Menschen ab 12

Von Reyna Bruns, Magdalena Grazewicz und Dirk Lauke.
Regie: Christopher Maas

Es spielen: Javeh Asefdjah, Sarah Becker, Adrian Zwicker.
Anschließend Gespräch mit den Schauspielern und Stückeschreibern.

Erzählt wird die Geschichte eines bosnischen Mädchens, das im letzten Jahr aus dem Unterricht geholt und zu ihrer Familie in Abschiebehaft gebracht wurde. Dem Einsatz ihrer Klasse ist es zu verdanken, dass die Abschiebung von Tanja und ihrer Mutter bis heute nicht vollzogen wurde. Die Schülerinnen und Schüler der Neuköllner Fritz-Karsen-Schule wurden dafür mit dem Mete-Eksi-Preis ausgezeichnet. Tanjas Geschichte steht exemplarisch für die Situation von 200.000 sogenannten "Geduldeten Flüchtlingen" in Deutschland.

Die Aufführungen von "Hier geblieben!" sind Teil des gleichnamigen Aktionsprogramms für ein Bleiberecht von Kindern, Jugendlichen und deren Familien sowie die vollständige Anerkennung der UNO-Kinderrechte, das Pro Asyl, der Flüchtlingsrat Berlin, die GEW und das GRIPS Theater wegen der andauernden Verstöße gegen Kinder- und Menschenrechte in der Bundesrepublik Deutschland gestartet haben.

Bitte anmelden! Besonders für Schüler ab Klasse 7 empfohlen.

 
Eintritt: 5,00. Ermäßigt 4,00.



Hitlers letzte Tage. Der Kampf um Berlin 1945

03.04.2005, 14.00 Uhr
Stadtführung
Berlin


Schlachtfeld Metropole, Reichtagserstürmung und das Ende im Führerbunker: Zwischen Leipziger Straße und Spree spielten sich im April und Mai 1945 dramatische Ereignisse ab, die den Untergang von Hitlers Schreckensherrschaft besiegelten. Entdecken Sie die Orte letzter Gefechte in den Baugruben für "Germania", einen Flughafen am Brandenburger Tor, Goebbels Propagandaministerium, den Fluchtweg Traudl Junges und Marmor aus der neuen Reichskanzlei. Wo befand sich Hitlers letzter Unterschlupf genau und wie entstand das berühmte Foto mit der roten Fahne wirklich?
Treffpunkt: Tourist-Info Brandenburger Tor. Weitere Informationen: Zeitreisen Berlin, Tel. 030.44 02 44 50, www. zeit-reisen.de.

 
Eintritt: 8,00. Ermäßigt 6,00.


Hitlers letzte Tage. Der Kampf um Berlin 1945

16.04.2005, 14.00 Uhr
Stadtführung
Berlin


Schlachtfeld Metropole, Reichtagserstürmung und das Ende im Führerbunker: Zwischen Leipziger Straße und Spree spielten sich im April und Mai 1945 dramatische Ereignisse ab, die den Untergang von Hitlers Schreckensherrschaft besiegelten. Entdecken Sie die Orte letzter Gefechte in den Baugruben für "Germania", einen Flughafen am Brandenburger Tor, Goebbels Propagandaministerium, den Fluchtweg Traudl Junges und Marmor aus der neuen Reichskanzlei. Wo befand sich Hitlers letzter Unterschlupf genau und wie entstand das berühmte Foto mit der roten Fahne wirklich?

Treffpunkt: Tourist-Info Brandenburger Tor. Weitere Informationen: Zeitreisen Berlin, Tel. 030.44 02 44 50, www. zeit-reisen.de.

 
Eintritt: 8,00. Ermäßigt 6,00.



Hitlers letzte Tage. Der Kampf um Berlin 1945

17.04.2005, 14.00 Uhr
Stadtführung
Berlin


Schlachtfeld Metropole, Reichtagserstürmung und das Ende im Führerbunker: Zwischen Leipziger Straße und Spree spielten sich im April und Mai 1945 dramatische Ereignisse ab, die den Untergang von Hitlers Schreckensherrschaft besiegelten. Entdecken Sie die Orte letzter Gefechte in den Baugruben für "Germania", einen Flughafen am Brandenburger Tor, Goebbels Propagandaministerium, den Fluchtweg Traudl Junges und Marmor aus der neuen Reichskanzlei. Wo befand sich Hitlers letzter Unterschlupf genau und wie entstand das berühmte Foto mit der roten Fahne wirklich?

Treffpunkt: Tourist-Info Brandenburger Tor. Weitere Informationen: Zeitreisen Berlin, Tel. 030.44 02 44 50, www. zeit-reisen.de.

 
Eintritt: 8,00. Ermäßigt 6,00.



Hitlers letzte Tage. Der Kampf um Berlin 1945

21.04.2005, 14.00 Uhr
Stadtführung
Berlin


Schlachtfeld Metropole, Reichtagserstürmung und das Ende im Führerbunker: Zwischen Leipziger Straße und Spree spielten sich im April und Mai 1945 dramatische Ereignisse ab, die den Untergang von Hitlers Schreckensherrschaft besiegelten. Entdecken Sie die Orte letzter Gefechte in den Baugruben für "Germania", einen Flughafen am Brandenburger Tor, Goebbels Propagandaministerium, den Fluchtweg Traudl Junges und Marmor aus der neuen Reichskanzlei. Wo befand sich Hitlers letzter Unterschlupf genau und wie entstand das berühmte Foto mit der roten Fahne wirklich?

Treffpunkt: Tourist-Info Brandenburger Tor. Weitere Informationen: Zeitreisen Berlin, Tel. 030.44 02 44 50, www. zeit-reisen.de.

 
Eintritt: 8,00. Ermäßigt 6,00.



Hitlers letzte Tage. Der Kampf um Berlin 1945

24.04.2005, 14.00 Uhr
Stadtführung
Berlin


Schlachtfeld Metropole, Reichtagserstürmung und das Ende im Führerbunker: Zwischen Leipziger Straße und Spree spielten sich im April und Mai 1945 dramatische Ereignisse ab, die den Untergang von Hitlers Schreckensherrschaft besiegelten. Entdecken Sie die Orte letzter Gefechte in den Baugruben für "Germania", einen Flughafen am Brandenburger Tor, Goebbels Propagandaministerium, den Fluchtweg Traudl Junges und Marmor aus der neuen Reichskanzlei. Wo befand sich Hitlers letzter Unterschlupf genau und wie entstand das berühmte Foto mit der roten Fahne wirklich?

Treffpunkt: Tourist-Info Brandenburger Tor. Weitere Informationen: Zeitreisen Berlin, Tel. 030.44 02 44 50, www. zeit-reisen.de.

 
Eintritt: 8,00. Ermäßigt 6,00.



Hitlers letzte Tage. Der Kampf um Berlin 1945

29.04.2005, 16.00 Uhr
Stadtführung
Berlin


Schlachtfeld Metropole, Reichtagserstürmung und das Ende im Führerbunker: Zwischen Leipziger Straße und Spree spielten sich im April und Mai 1945 dramatische Ereignisse ab, die den Untergang von Hitlers Schreckensherrschaft besiegelten. Entdecken Sie die Orte letzter Gefechte in den Baugruben für "Germania", einen Flughafen am Brandenburger Tor, Goebbels Propagandaministerium, den Fluchtweg Traudl Junges und Marmor aus der neuen Reichskanzlei. Wo befand sich Hitlers letzter Unterschlupf genau und wie entstand das berühmte Foto mit der roten Fahne wirklich?

Treffpunkt: Tourist-Info Brandenburger Tor. Weitere Informationen: Zeitreisen Berlin, Tel. 030.44 02 44 50, www. zeit-reisen.de.

 
Eintritt: 8,00. Ermäßigt 6,00.



Hitlers letzte Tage. Der Kampf um Berlin 1945

30.04.2005, 14.00 Uhr
Stadtführung
Berlin


Schlachtfeld Metropole, Reichtagserstürmung und das Ende im Führerbunker: Zwischen Leipziger Straße und Spree spielten sich im April und Mai 1945 dramatische Ereignisse ab, die den Untergang von Hitlers Schreckensherrschaft besiegelten. Entdecken Sie die Orte letzter Gefechte in den Baugruben für "Germania", einen Flughafen am Brandenburger Tor, Goebbels Propagandaministerium, den Fluchtweg Traudl Junges und Marmor aus der neuen Reichskanzlei. Wo befand sich Hitlers letzter Unterschlupf genau und wie entstand das berühmte Foto mit der roten Fahne wirklich?

Treffpunkt: Tourist-Info Brandenburger Tor. Weitere Informationen: Zeitreisen Berlin, Tel. 030.44 02 44 50, www. zeit-reisen.de.

 
Eintritt: 8,00. Ermäßigt 6,00.



Hunger nach Leben

27.08.2005, 18.00-2.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Museum Europäischer Kulturen, Berlin  


Zur Langen Nacht der Museen

In der unmittelbaren Nachkriegszeit hungerten die Menschen nach Kultur: Endlich konnte wieder getanzt werden, Theater und Museen begannen zu arbeiten, alle Künste wurden aktiv. Im Ausstellungsbereich lässt eine szenische Lesung die vergangenen 60 Jahre deutscher Geschichte - vom Wirtschaftswunder bis zur Spaßgesellschaft - Revue passieren. Musik der 20er bis 50er Jahre lebt mit dem Berliner Salon-Swingtett wieder auf. Künstlergespräche können in der Ausstellung "Menschenbild und Volksgesicht. Porträtfotografie zwischen Konstruktion und Propaganda" geführt werden.



Ich allein weiß, wer ich bin - Elfriede Lohse-Wächtler 1899 - 1940

11.05.2005-03.06.2005
Ausstellung
Freistaat Sachsen - Vertretung beim Bund, Berlin  


Die Lebensgeschichte der Dresdner Malerin Elfriede Lohse-Wächtler (1899-1940) ist von Kämpfen und Katastrophen gezeichnet. Lange zu Unrecht vergessen, zählt ihr Werk heute zu den bedeutsamsten eigenständigen Leistungen der Kunstgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

In ihrer Geburtsstadt Dresden, wo Elfriede Lohse-Wächtler von 1915 bis 1918 an der Kunstgewerbeschule studierte, stand sie dem Freundeskreis um Otto Dix und Conrad Felixmüller nahe. Deren Einflüsse waren für ihr künstlerisches Werk von großer Bedeutung, das sich in einer intensiven Schaffenszeit von 1925 bis 1931 in Hamburg voll entfaltete. Trotz wachsender Anerkennung unter Fachkollegen und Kunstkennern lebte Elfriede Lohse-Wächtler immer am Rande des Existenzminimums. Das Scheitern ihrer Ehe, fehlende künstlerische Kontakte, Mittellosigkeit und seelische Erschütterungen waren die Ursachen für die zunehmend psychische Entkräftung der Künstlerin, 1932 wurde sie mit der Diagnose "Schizophrenie" in die Heil- und Pflegeanstalt Arnsdorf bei Dresden eingewiesen. Nach einem achtjährigen Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik wurde sie 1940 ein Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Aktion in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein, bei der tausende geistig behinderter und psychisch kranker Menschen von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Mehrere ihrer Bilder wurden als "entartete Kunst" zerstört.

Am Ort des Verbrechens besteht seit Juni 2000 eine Gedenkstätte, die sich in Trägerschaft der Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft befindet. Ziel der Stiftung ist die Bewahrung eines würdigen Gedenkens der Opfer politischer und rassistischer Gewalt unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, aber auch die Erinnerung an die kommunistische Diktatur in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Die Ausstellung erinnert an das künstlerische Lebenswerk der lange vergessenen Malerin aus Sachsen und soll dazu beitragen, Schicksale wie dieses im kulturellen Gedächtnis zu bewahren.

Filmvorführungen zum Thema täglich 16 Uhr.
Weitere Informationen und Gruppenanmeldungen unter Tel. 030.20 60 60.

 
Eintritt: frei.



Ich bin in Sehnsucht eingehüllt

17.12.2005, 20.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Akademie der Künste - Hanseatenweg, Berlin  


Iris Berlben liest Gedichte von Selma Meerbaum-Eisinger Thilo Krigar, Cello.
Einleitung: Günter Berg, Geschäftsführer Hoffmann und Campe.

Eine Kooperation mit dem Verlag Hoffmann und Campe.

Im Plenarsaal



Ich war neunzehn

19.05.2005, 21.00 Uhr
Video/Film
Zitadelle Spandau, Berlin  


Openair Kinosommer auf der Bastion König

Drama/Kriegsfilm, DDR 1968, 121 Min. Ein Film von Konrad Wolf mit Jaecki Schwarz, Rolf Hoppe, Dieter Mann, Jenny Gröllmann.

Ein emigrierter Deutscher kehrt 1945 nach dem Zweiten Weltkrieg als Leutnant der Sowjetarmee in seine Heimat zurück. Hier erinnert er sich an Vergangenes und versucht, Antworten auf Fragen zur Geschichte zu finden. "Ich war neunzehn" ist ein nahezu biographischer Film Konrad Wolfs, ein Kunstwerk, eigenwillig, streng, voller Geschichten von den letzten Tagen des Krieges. Als Kind mit seinen Eltern in die Sowjetunion geflohen, kehrt Gregor Hecker im April 1945 mit den russischen Truppen zurück, als ein Soldat unter anderen, und doch ist er nicht wie die anderen, denn dieses geschlagene Land ist seine Heimat, die Deutschen, die er trifft, seine Landsleute. Er ist ein Sieger, der auch zu den Verlierern gehört und nun versucht, die Deutschen zu verstehen, denen er begegnet, während die Truppen vorwärts marschieren. Es ist der Blick eines Neunzehnjährigen, neugierig, gelegentlich verständnislos, immer wieder entsetzt, wenn er auf die Verbrechen und auf die Lügen trifft, die zu den Gräueltaten gehören. Ein Junge, der sich verliebt und der den Tod seines Freundes in den letzten Stunden des Krieges nicht fassen kann, diesen einen letzten Tod nach den vielen Toten auf dem langen Weg von Moskau nach Berlin. Ein bewegender Film ohne Sentimentalität - "Ich war neunzehn" wurde von führenden Filmhistorikern und -journalisten im Verbund Deutscher Kinematheken ausgewählt als einer der 100 wichtigsten deutschen Filme aller Zeiten.

Weitere Informationen: Tel. 030.354944210 oder www.openairkino-zitadelle.de.

 
Eintritt: 6,50. Ermäßigt 5,50, Kinder bis 15 Jahre 4,50.



Im Visier - Anatomie einer Flucht aus der DDR

21.05.2005, 17.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Berlin  


Willy Hieronymus Schreiber liest aus seinem Buch

Willy Hieronymus Schreiber, geb. 1937 in Halle/Saale, machte eine Lehre als Buchdrucker,war dann aber als Schausteller tätig. Er heiratete 1963 und vier Jahre später wurde seine Tochter Kathrin geboren. 1970 verstarb seine Ehefrau. Er heiratete ein Jahr später seine 2. Ehefrau. Im gleichen Jahr wurde sein Sohn geboren. 1981 wurde die Ehe geschieden. Von der 2. Ehefrau (IM der Stasi) wurde er denunziert und flüchtete 1981 mit seiner Tochter im Kofferraum eines Fahrzeugs über Checkpoint Charlie nach West Berlin. Der Fahrer dieses Fahrzeugs war Italiener und Funktionär der Italienischen Kommunistischen Partei. Dieser Umstand brachte Herr Schreiber ins verstärkte Visier der Stasi. 1986 konnte er mit Hilfe von Fluchthelfern noch seinen Sohn ausschleusen lassen. Seine geschiedene Ehefrau veranlasste gegen ihn daraufhin eine Anzeige wegen Kindesentführung, weswegen der Sohn nach drei Wochen im Westen wieder in die DDR zurückkehren musste. Nach der Wende konnte Herr Schreiber seine MfS-Akte mit einem Umfang von über 5.000 Seiten auswerten. In diesen Unterlagen konnte er feststellen, dass das MfS plante, ihn im Westen zu liquidieren.

Das Buch "Im Visier - Anatomie einer Flucht aus der DDR" mit einem Vorwort von Prof. Dr. Rita Süssmuth und Dr. Norbert Blüm enthält 262 Seiten, Vindobona Verlag, Wien, ISBN 3-85040-016-6, € 22,00; und die Dokumentation zu diesem Buch: "Akte OV/Operativer Vorgang "Eisladen I und II", ISBN 3-85040-017-4, € 14,00, können im Buchhandel bezogen werden. Beide Bücher können am Tag der Lesung auch in der Erinnerungsstätte erworben werden. Der Autor ist bereit, seine Bücher zu signieren.

Die Ausstellung zur deutsch-deutschen Fluchtbewegung ist an diesem Tag von 10-18 Uhr geöffnet.

 
Eintritt: frei.



Inge Deutschkron

28.02.2005, 19.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Rathaus Schöneberg, Berlin  


Wir waren Nachbarn - 92 Biographien von jüdischen Zeitzeugen - Rahmenprogramm

Inge Deutschkron, Zeitzeugin, überlebte untergetaucht in Berlin.

Im Alt-Schöneberger Saal



Internationale Sinfoniker in Deutschland

07.05.2005, 20.00 Uhr
Musik/Konzert
Konzerthaus, Berlin  


Konzert der "Internationalen Sinfoniker" unter der Leitung von Prof. Arkadi Berin zum 60. Jahrestag des Kriegsendes. Solisten: Nikolai Sachenko, Violine, Trio Moskau: Natalja Savinova (Cello), Michail Tsinman (Violine), Victor Yampolski (Klavier). Ausgeführt werden die Ouvertüre zu "Ruslan und Ludmilla" von Michail Glinka, das Tripelkonzert C-Dur für Klavier, Violine und Violoncello, opus 56 von Ludwig van Beethoven, die Polowezer Tänze von Alexander Borodin sowie das Violinkonzert opus 35 und die Ouvertüre 1812 von Peter Tschaikowsky.

Das Orchester "Internationale Symphoniker" mit Sitz in Dortmund wurde im Februar 2005 gegründet. Es setzt sich zusammen aus hochqualifizierten Musikern zum größten Teil aus der ehemaligen Sowjetunion, die ihre künstlerischen Erfahrungen in solch bedeutenden Orche-stern wie dem Bolschoi-Theater Moskau, dem Marinskij-Theaters St. Petersburg, führenden Orchestern aus den GUS-Staaten wie aus Moskau, Kiew und Minsk sammelten. In diesen zwei Jahren hatten sie mehr als 120 erfolgreiche Konzerte u.a. in Hamburg, Düsseldorf und Dortmund. Regelmäßig treten bekannte russische Solisten mit dem Orchester auf, wobei besonders die Zusammenarbeit mit Yuri Baschmet hervorzuheben ist. Mit ihm gründeten sie ebenfalls 2003 das Yuri-Baschmet-Festival, das inzwischen einen wichtigen Platz im Musikleben Dortmunds errungen hat und jährlich durchgeführt wird. Künstlerischer Leiter des Orchesters ist Prof. Arkadi Berin.

Solist des Violinkonzertes von Peter Tschaikowsky ist Nikolai Sachenko, Gewinner der Goldmedaille beim Tschaikowsky-Wettbewerb 1998. 1977 geboren, begann er mit 6 Jahren Violine zu spielen, wurde mit 9 Jahren in die Moskauer Musikschule aufgenommen, wo er von Z. Makhtina unterrichtet wurde. 1995 beteiligte er sich am III. Internationalen Leopold-Mozart-Festival in Augsburg, wo er den Publikumspreis errang. Nach dem Gewinn des Tschaikowsky-Wettbewerbs schrieb man in Japan : ‚Erstmals seit 8 Jahren ist auf dem Wettbewerb wieder ein außergewöhnlicher Musiker hervorgetreten. Solch einen Solisten größten Talents haben wir lange Zeit nicht gehört. Das Publikum feierte ein faszinierendes Spiel reich koloriert und von enormer Energie.’ Inzwischen gastierte er in Japan, Österreich, Deutschland, China, Polen, Jugoslawien, Tschechien und Frankreich, Das Violinkonzert von Tschaikowsky wird auf einer wertvollen Geige aus dem 18. Jahrhundert zu hören sein.

Im Konzert für Klavier, Violine und Violoncello von Ludwig van Beethoven spielt eines der besten Klaviertrios der Welt, das Rachmaninow-Trio Moskau. Das Trio gab sein Debüt im Jahre 1994 und hatte einen solchen Erfolg, dass es sofort in die besten Konzerthallen Russlands eingeladen wurde und wenig später zu Gastspielen in die Schweiz, nach Frankreich , Japan, Italien und Deutschland. Sie spielten im Präsidentenpalast Indonesiens und bei den Vereinten Nationen. Alle Mitglieder des Trios sind Absolventen des Moskauer Tschaikowsky-Konservatoriums, treten auch solistisch auf und sind alle auch als Solisten Preisträger internationaler Wettbewerbe. So gibt der Pianist Victor Yampolski bis zu 150 Konzerte jährlich, wurde als Verdienter Künstler Russlands geehrt. Die Cellistin Natalja Savinova gewann einen Allunions-Wettbewerb in Wilnjus, den Zweiten Preis beim Internationalen Dvorak-Wettbewerb, den Dritten Preis beim Internationalen Festival Tripani in Italien. Der Violinist Michail Tsinman ist auch Konzertmeister am Bolschoi-Theater, gewann 1990 und 1991 Internationale Wettbewerbe in Italien und in Österreich.

Kartenvorverkauf an allen Konzertkassen, Abendkasse, www.berlinerkonzerte.de und www.ticketonline.de.



Internationaler Museumstag mit Lesung

22.05.2005, 11.30 Uhr
Lesung/Vortrag
Museum Europäischer Kulturen, Berlin  


Lesung aus "Die Magermilchbande" von Frank Baer (1979).

Kurz vor Kriegsende, im April 1945, ist eine Berliner Schulklasse auf der Flucht vor der herannahenden Front. Bisher waren die Kinder und Jugendlichen im Landverschickungslager in der Nähe der böhmischen Stadt Pilsen untergebracht. Eine Bande von Jungen, deren Anführer Max Milch (genannt "Magermilch") ist, macht sich allein auf den Weg und hat eine Flucht mit vielen Irrwegen und Gefahren vor sich.

Bild: Standbild aus der Verfilmung von Frank Baers Romans "Die Magermilchbande"


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