Sie flohen vor dem Krieg

Flucht und Vertreibung durch kriegerische Auseinandersetzungen sind Erfahrungen, die die Menschheitsgeschichte von jeher begleitet haben. Diesem existenziell so prägenden Phänomen widmet sich jetzt eine Jahresausstellung sowie eine Zeitzeugenreihe des Museums Neukölln.
 
Gerade in Neukölln, in dem Menschen aus fast allen Ländern der Welt leben, gibt es viele, die in der Folge kriegerischer Konflikte aus ihren Heimatländern geflohen sind. Auch viele Deutsche wissen aus eigener Erfahrung was es bedeutet, aus ihrer Heimat fliehen zu müssen oder aus ihr vertrieben zu werden.

Die Ausstellung spannt einen weiten zeitlichen Bogen von den Flüchtlingen des Zweiten Weltkriegs bis zu den Flüchtlingen der kriegerischen Konflikte der letzten Jahrzehnte. Sie rechnet nicht gegeneinander auf, sie vergleicht nicht, wo Vergleiche unmöglich sind, sondern sie stellt Schicksale von Menschen, die ihre ganz persönlichen Erfahrungen von Krieg und Flucht machen mussten, nebeneinander.

Die Ausstellung stellt biografische Porträts von Kriegsflüchtlingen, die in Neukölln leben, arbeiten oder verwandtschaftliche Beziehungen haben, in den Mittelpunkt. Eine integrierte Medienbibliothek enthält umfangreiche Materialien zu den Konfliktregionen. Das Museum wird zugleich Ort für die Produktion eigener Sendungen von Jugendlichen sein, die in medienpädagogischen Workshops erarbeitet werden. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch ein umfangreiches Begleitprogramm mit Lesungen, Vorträgen und Gesprächskreisen (siehe unten).

Tiefe Spuren - Kriegsflüchtlinge 1945-2005
07.05.2005-01.04.2006
Museum Neukölln, Berlin
Tel. 030.68 09 25 35
www.museum-neukoelln.de


Reihe "Erlebte Erinnerung: Neuköllner Erzähler berichten über ihr persönliches Kriegsende"

Der verdammte Krieg
18.05.2005, 19 Uhr
Gisela Stange

Und es wurde wieder Tag
25.05.2005, 19 Uhr

Regina J. Schwenke

Flucht aus Masuren ins Emsland
01.06.2005, 19 Uhr
Albert Schönleber


Bild: Panzerwrack in Neukölln, 1945. Foto: Landesarchiv Berlin

Eintritt jeweils 3,00 €, ermäßigt 2,00 €.





Museumspädagogischer Dienst Berlin,
Klosterstrasse 68, 10179 Berlin, info@kulturprojekte-berlin.de
MD-Infoline: 030-90 26 99 444
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